Der Herbst ist eine wundervolle Jahreszeit – bunte Blätter, frische Luft und gemütliche Spaziergänge mit deinem Hund. Doch während wir die herbstliche Atmosphäre genießen, lauern auch einige Gefahren für unsere vierbeinigen Freunde. Viele Hundebesitzer sind sich der saisonalen Risiken nicht bewusst. In diesem Beitrag erfährst du, welche Gefahren im Herbst für Hunde besonders häufig sind und wie du deinen Liebling schützen kannst.
1. Kastanien und Eicheln: Verlockend, aber gefährlich für Hunde
Im Herbst liegen Kastanien und Eicheln verlockend auf dem Boden und wirken wie perfekte Spielzeuge für Hunde.
Doch Vorsicht: Besonders die Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) ist für Hunde giftig. Sie enthält gefährliche Inhaltsstoffe wie Aesculin und Saponine, die bei Hunden Erbrechen, Durchfall und sogar Krampfanfälle auslösen können. Die Esskastanie (Castanea sativa) hingegen ist in der Regel unbedenklich, sollte aber dennoch nicht in großen Mengen verzehrt werden.
Auch Eicheln stellen eine Gefahr dar, da sie Gerbstoffe (Tannine) enthalten, die nicht nur Magen-Darm-Reizungen wie Erbrechen und Durchfall verursachen können, sondern bei größeren Mengen auch zu schwereren Vergiftungserscheinungen führen. Zu den Symptomen zählen Zittern, Apathie, aber auch vermehrtes Speicheln.
Darüber hinaus besteht sowohl bei Eicheln als auch bei Kastanien das Risiko, dass sie sich im Verdauungstrakt verfangen und zu einer gefährlichen Verstopfung oder sogar einem Darmverschluss führen, wenn sie ganz oder in größeren Mengen verschluckt werden.
Tipp: Achte darauf, dass dein Hund beim Spielen keine Kastanien oder Eicheln frisst, sowohl bei Spaziergängen als auch im eigenen Garten. Am besten entfernst du diese potenziellen Gefahrenquellen, bevor dein Hund Zugang zum Garten hat. Außerdem kann es sehr hilfreich sein, deinem Hund beizubringen, auf ein bestimmtes Signal hin Objekte im Maul sofort fallen zu lassen oder abzugeben. Das kann im Notfall verhindern, dass er etwas Gefährliches frisst
2. Giftige Pilze: Gefahr am Wegesrand
Im Herbst sprießen Pilze aus dem Boden – und viele davon sind für Hunde extrem giftig. Besonders gefährlich sind der Knollenblätterpilz, der Fliegenpilz und der Pantherpilz. Diese Pilze enthalten unterschiedliche toxische Substanzen, die bereits in kleinen Mengen schwerwiegende Vergiftungen hervorrufen können. Die Symptome reichen von starkem Erbrechen und Zittern bis hin zu Krampfanfällen. In schweren Fällen kann es sogar zu Leber- oder Nierenversagen kommen. Es gibt jedoch auch noch weitere giftige Pilzarten, die ebenfalls gefährlich für deinen Hund sein können.
Tipp: Lass deinen Hund nicht ohne Leine laufen, wenn viele Pilze in der Umgebung wachsen. Ein antrainierter Befehl wie „Aus“ kann dabei helfen, zu verhindern, dass dein Hund etwas Gefährliches ins Maul nimmt. Sei generell aufmerksam bei Spaziergängen und kontrolliere auch deinen Garten regelmäßig auf Pilze, um sicherzugehen, dass dein Hund keinen Kontakt mit giftigen Pilzen hat.
Ein hilfreicher Tipp im Ernstfall: Sollte dein Hund dennoch einen Pilz gefressen haben, ist es hilfreich, ein Bild des Pilzes zu machen oder sogar einen Pilz mitzunehmen. So kann der Tierarzt die Art bestimmen und gezielt behandeln.
3. Schimmelnde Blätter und Komposthaufen: Unterschätzte Gefahr
Ein oft übersehener Risikofaktor im Herbst sind feuchte, modrige Laubhaufen. Diese bieten den perfekten Nährboden für Schimmelpilze. Wenn dein Hund gerne durch Blätterhaufen rennt oder schnuppert, besteht die Gefahr, dass er Sporen aufnimmt. Schimmelpilze können allergische Reaktionen, Atemprobleme und in schweren Fällen sogar neurologische Störungen hervorrufen.
Auch Komposthaufen stellen ein Risiko dar. Hier können sich nicht nur Schimmelpilze, sondern auch schädliche Bakterien und andere toxische Substanzen bilden, die beim Schnüffeln oder Fressen gefährlich für deinen Hund sein können.
Tipp: Halte deinen Hund von fauligen Laub- und Komposthaufen fern, insbesondere wenn sie lange nass oder feucht waren.
4. Ratten- und Mäusegift: Versteckte Gefahr im Garten
Mit den kühleren Temperaturen suchen Ratten und Mäuse Unterschlupf in Häusern und Gärten. Viele Menschen setzen Giftköder ein, die auch für Hunde tödlich sein können. Bereits kleine Mengen dieser Köder führen zu schweren Vergiftungen, die oft erst nach Tagen sichtbar werden.
Tipp: Überprüfe beim Spazierengehen, ob dein Hund in der Nähe von Gärten oder Mülltonnen etwas frisst. Bewahre zu Hause Giftköder stets außer Reichweite auf.










