Im ersten Teil haben wir bereits über einige der größten Gefahrenquellen für Hunde im Herbst gesprochen – von Laubhaufen bis hin zu schädlichen Substanzen wie Ratten- und Mäusegift. Doch der Herbst birgt noch weitere versteckte Risiken, die für deinen Vierbeiner gefährlich werden können. In diesem zweiten Teil gehen wir tiefer auf weitere Risiken ein, damit du deinen Vierbeiner bestmöglich schützen kannst.
5. Zecken im Herbst? Aber sicher!
Viele glauben, dass Zecken nur im Frühjahr und Sommer aktiv sind, aber auch im Herbst sind sie eine Gefahr. Besonders in feuchten Wäldern sind Zecken weiterhin aktiv und können gefährliche Krankheiten wie Borreliose übertragen.
Tipp: Kontrolliere nach jedem Spaziergang das Fell deines Hundes und entferne Zecken sofort. Eine natürliche Zeckenprophylaxe kann zusätzlichen Schutz bieten.
6. Antifrostmittel: Versteckte Gefahr auf dem Asphalt
Mit den ersten kühlen Nächten steigt auch das Risiko durch Antifrostmittel. Diese enthalten Ethylenglykol, eine süßlich schmeckende, für Hunde aber tödliche Substanz, die bereits in kleinen Mengen Nierenversagen auslösen kann.
Tipp: Halte deinen Hund von Parkplätzen fern und bewahre Frostschutzmittel außerhalb seiner Reichweite auf.
Im Ernstfall wichtig: Sollte dein Hund doch einmal Antifrostmittel aufgenommen haben, solltest du sofort handeln und dich direkt an einen Tierarzt wenden. Die ersten Stunden sind entscheidend für die Prognose.
7. Giftige Beeren und Pflanzen: Herbstliche Schönheit mit Risiken
Der Herbst bringt nicht nur bunte Blätter, sondern auch viele Beeren und Pflanzen mit sich, die für Hunde gefährlich sein können. Besonders giftig sind zum Beispiel die roten Beeren der Eibe, der Liguster und die Früchte der Schneebeere. Wenn Hunde diese verschlucken, kann es zu schweren Vergiftungserscheinungen kommen, die Erbrechen, Durchfall, Krämpfe oder sogar Herzprobleme auslösen können.
Besonders vorsichtig solltest du auch bei hochgiftigen Pflanzen wie der Herbstzeitlose oder der Stechpalme (Ilex) sein. Diese können toxisch wirken und sollten unbedingt gemieden werden. Symptome bei Kontakt oder Verzehr können von Magen-Darm-Beschwerden bis hin zu lebensbedrohlichen Vergiftungen, wie Muskelkrämpfe und Atemnot, reichen.
Tipp: Sei bei Spaziergängen besonders aufmerksam, wenn du Beerensträucher oder unbekannte Pflanzen in der Nähe deines Hundes entdeckst. Auch im eigenen Garten sollten giftige Pflanzen entfernt oder für den Hund unzugänglich gemacht werden.
Fazit: Mit der richtigen Vorsicht den Herbst genießen
Der Herbst bietet uns und unseren Hunden viele schöne Erlebnisse, aber auch einige versteckte Gefahren. Mit ein wenig Achtsamkeit kannst du dafür sorgen, dass dein Hund sicher durch die Jahreszeit kommt. Halte ihn von gefährlichen Pilzen, Laubhaufen und Chemikalien fern, kontrolliere ihn regelmäßig, und genießt gemeinsam die schönen Herbsttage.
Mit einfachen Vorkehrungen wie regelmäßigen Zeckenkontrollen und sicherem Spielzeug sorgst du dafür, dass der Herbst für deinen Hund genauso entspannt und sicher ist wie für dich.










